Family Integrated Care Switzerland (FICare)

Partizipative Entwicklung eines Schweizer Modells für die familienintegrierte Versorgung von Neugebo renen (FICare). Eine nationale Initiatve mit der Unterstützung von der Schweizerischen Gesellschaft für Neonatologie.
FICare
FICare ist ein evidenzbasiertes Versorgungsmodell für Neugeborene, das zu besseren Ergebnissen für Neugeborene, Eltern und Gesundheitspersonal führt, jedoch in unseren Neugeborenen Stationen in der Schweiz noch nicht etabliert ist. FICare setzt sich für die aktive Einbeziehung der Eltern als integrale Mit glieder des Gesundheitsteams ein, das für die Versorgung ihres Neugeborenen verantwortlich ist. Dieser Ansatz befähigt Eltern, ihre Rolle als primäre Bezugspersonen vom ersten Tag der Aufnahme ihres Kin des in die Neugeborenen Station an wahrzunehmen. FICare ist ein Kulturwandel.
Nationales Projekt
Im Projekt wollen wir mit den Eltern zusammenarbeiten und gemeinsam mit ihnen ein konsensbasiertes FICare-Modell entwickeln, das an die Schweizer Neonatologie angepasst ist, einen Prozessplan erstellen, der konkrete Möglichkeiten für die Umsetzung aufzeigt, und ein qualitatives Ver ständnis der Hindernisse, der Faktoren, die die Umsetzung von FICare erleichtern, und der Erfahrungen der Familien und Pflegekräfte gewinnen. Wir möchten dieses Projekt zur Vorbereitung einer gross angelegten FICare-Implementierungsstudie durchführen, da wir von den Vorteilen von FICare für Neugeborenen, Eltern und medizinisches Fachper sonal überzeugt sind. Da FICare einen Kulturwandel darstellt, ist es wichtig, ein solches partizipatives Projekt unter Einbeziehung aller Beteiligten/Stakeholders durchzuführen.
Projektschritte
- Rekrutierung Teilnehmer*innen für Delphi-Konsensstudie und die Identifizierung von drei Neugeborenen-Intensivstationen, in denen die Prozessabbildungsstudie durchgeführt wird.
- Delphi-Konsensstudie und die Prozessabbildung werden parallel durchgeführt.
- Diese beiden Schritte werden vom Kernteam, also von Bürgern und Forschern, geleitet. Für beide Studien werden Eltern und medizinisches Fachpersonal rekrutiert. Meilensteine dieser beiden Schritte sind die Definition der Kernkomponenten von FICare und die Anpassung des FICare-Modells an die Bedürfnisse der Schweizer Neonatologie. Darüber hinaus werden die Arbeitsprozesse innerhalb der Neonatologie-Abteilungen festgelegt und Interventionspunkte für die Umsetzung von FICare in den Schweizer Neonatologie-Abteilungen identifiziert. Ein weiterer Meilenstein die ser beiden Schritte sind zwei Veröffentlichungen.
- Der dritte Schritt wird die qualitative Forschungsstudie sein, in der die Ergebnisse der beiden ersten Studien zu Workshops mit Vertretern der Neugeborenen Stationen und Eltern führen, in denen wahrgenommene Hindernisse für die Einbeziehung der Familie und Ideen für die Umsetzung von FICare in diesem Schweizer Umfeld der Neugeborenen Versorgung untersucht und diskutiert werden.
- An diesem Teil sind das Kernteam, eine repräsentative Auswahl von Fachkräften aus dem Gesundheitswesen (Ärzt:innen, Pflegende, Sozialarbeiter:innen und Therapeutinnen) sowie Eltern beteiligt. Der Meilenstein dieses Teils wird die Identifizierung von Schlüsselthemen für die Umsetzung von FICare in allen Neugeborenen Stationen in der Schweiz sein, und diese Ergebnisse werden ebenfalls zur Veröffentlichung ein gereicht.
Für alle drei Teile werden wir Studierende der medizinischen Fakultät einbeziehen, die im Rahmen dieser Projekte ihren Master- oder Doktorgrad an der medizinischen Fakultät absolvieren werden. Darüber hin aus wird Veronika Stadler, Doktorandin am Kinderspital, einbezogen, da der partizipative Aspekt dieser Projekte mit ihrer Doktorarbeit (PPIE am Kinderspital) übereinstimmt.
Projektkernteam

Prof. Dr. med. Cornelia Hagmann, PhD, Leitende Ärztin, Abteilungsleiterin Neonatologie, Intensivmedizin & Neonatologie, Professorin für Neonatologie an der Universität Zürich
Dina Hediger, Geschäftsführerin Frühchen & Neokinder Schweiz, selbst betroffene Extrem-Frühchen-Mama

Prof. Dr. Lauren Clack, UZH Institute for Implementation Science in Health Care, Professor of Implementation Science in Health Care
Adrien Saugy, Pflegeexperte, CHUV Lausanne

Justine Florczyk & Vertreter*innen von Né Trop Tôt























